
“Mobile First”: So sollte man sich auf den neuen Google-Index vorbereiten
Googles neuer Index steht unter dem Motto „Mobile First“. Damit ist vor allem eines gemeint: Die Rankings werden zukünftig viel stärker auf Basis der mobilen Darstellung berechnet und nicht mehr wie bisher auf Grundlage der Desktop-Variante.
Das bringt einige Änderungen mit sich. Eine dieser Änderungen betrifft internationale Webseiten, die jeweils in einer Desktop- und einer mobilen Variante verfügbar sind. Eine Anforderung für solche Seiten bisher ist, dass die mobile Variante einen Canonical-Link auf die die Desktop-Variante enthalten muss, während die Desktop-Variante über einen Alternate-Link auf die mobile Variante zeigt. Zusätzlich musste bisher die mobile Variante per hreflang-Attribut auf die weiteren Sprachversionen der Desktop-Variante zeigen. Das zeigt das folgende Beispiel:
<link rel=”alternate” hreflang=”fr” href=”http://fr.beispiel.com” />
<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.beispiel.com” />
Auf der Desktop-Variante gab es ebenfalls Verweise per hreflang-Attribut auf die verschiedenen Desktop-Sprachversionen.
Mit dem neuen Google-Index ändern sich die Anforderungen für die mobile Variante. Zwar wird hier auch weiterhin ein Canonical-Link auf die Desktop-Variante erforderlich sein, doch müssen die hreflang-Verweise fortan auf die verfügbaren mobilen Sprachversionen zeigen. Wie das aussehen kann, zeigt das folgende Beispiel:
<link rel=”alternate” hreflang=”fr” href=”http://m.fr.beispiel.com” />
<link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://m.beispiel.com” />
Sprachverweise in der XML-Sitemap anpassen
Für Webseiten, bei denen die Verweise auf die verschiedenen Sprach- und Landesversionen nicht im Head des HTML-Codes, sondern in einer XML-Sitemap abgelegt sind, ergeben sich ebenfalls Änderungen. Das zeigt das folgende Beispiel einer Webseite, die es in drei verschiedenen Regionalversionen gibt, und zwar für Deutschland, die Schweiz und Österreich. Bei dieser Webseite ist die mobile Variante jeweils im URL-Pfad angelegt, es gibt also keine eigene Subdomain:
<url>
<loc>http://www.domain.de/page/</loc>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.domain.de/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de-AT” href=”http://www.domain.at/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de-CH” href=”http://www.domain.ch/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”alternate” media=”only screen and (max-width: 640px)” hreflang=”de” href=”http://www.domain.de/m/page/”></xhtml:link>
</url>
<url>
<loc>http://www.domain.de/m/page/</loc>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de” href=”http://www.domain.de/m/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de-AT” href=”http://www.domain.at/m/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”alternate” hreflang=”de-CH” href=”http://www.domain.ch/m/page/”></xhtml:link>
<xhtml:link rel=”canonical” href=”http://www.domain.de/page/></xhtml:link>
</url>
Wie man erkennen kann, gibt jeweils für die Desktop- und für die mobile URL eigene Verweise auf die verfügbaren Landesversionen. Zusätzlich findet man in der Desktop-Variante einen Verweis auf die mobile Variante, während diese einen Canonical-Link auf die Desktop-Variante enthält.
Was sagt Google dazu?
Diese Änderung hat Johannes Müller von Google per Twitter bestätigt, nachdem er von mehreren Nutzern darauf angesprochen worden war.
Keine Änderungen für responsive Seiten
Diese Änderung betrifft ausdrücklich nur Webseiten mit einer separaten mobilen Variante. Webseiten mit responsive Design sind dagegen nicht betroffen. Für sie bleibt alles wie gehabt, weil es in diesem Fall keine zusätzlichen Verweise auf mobile URLs gibt. Damit gibt es ein weiteres Argument dafür, Webseiten mit einer separaten mobilen Variante noch vor dem Start des neuen Google-Indexes auf responsive Design umzustellen.
Fazit
Mit dem neuen Google-Index wird es für internationale Webseiten, die über eine separate mobile Variante verfügen, zu Änderungen bei den Verweisen auf die verschiedenen Sprach- und Landesversionen kommen. Die Verweise auf den mobilen URLs müssen fortan auf die verfügbaren Sprach- und Landesversionen der mobilen Variante gesetzt werden und nicht mehr – wie bisher – auf die Sprach- und Landesversionen der Desktop-Variante. Glück haben diejenigen, deren Webseite responsive Design verwendet, denn hier sind keine Änderungen nötig.
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