Google Jobsuche
Über Google kann man Stellensuchende oder Personen erreichen und gezielt anzuziehen, die zwar noch kein Stellenportal nutzen, aber wechselbereit sind. Wer mit Stellensuchenden in der Sekunde im Kontakt bleiben will, in welcher der bisherige Vorgesetzte oder andere Gründe ihn/sie dazu gebracht haben, sich nach einer neuen Stelle umzusehen, kommt um Google nicht herum.

Nachdem gemäss Jobchannel bereits jetzt 50 Prozent der Schweizer Stellensuchenden ihre Jobsuche über Google beginnen, wird die Bedeutung von Google in diesem Bereich weiter zunehmen. Google mischt mit seiner Jobsuche den Stellenmarkt und seine etablierten Vertreter auf. Insbesondere grosse Jobportale und Stellenbörsen werden die Veränderungen in nächster Zeit deutlich spüren. Auch Jobvermittlungen werden eher eine Spezialisierung durchlaufen müssen.

In immer mehr Ländern bietet Google seine neue Jobsuche an. Inzwischen ist diese Art von Suchergebnissen auch in der Schweiz verfügbar. Für die Nutzer, die sich auf der Suche nach einer neuen Stelle befinden und auch für Unternehmen, die qualifizierte Arbeitskräfte finden möchten, bietet Googles neue Jobsuche viele Chancen. Wussten Sie schon, dass selbst Google auf SEO angewiesen ist, um seine Ziele zu erreichen?

Die Rolle der Jobvermittler

Für die Jobvermittler zeichnet sich eine eher gemischte Perspektive ab. Auf der einen Seite kann ihnen Google zukünftig dabei helfen, passende Bewerber noch schneller und einfacher zu finden, um ihren Kunden somit noch effektiver Auskunft erteilen zu können.

Auf der anderen Seite werden Jobvermittler mehr Onlinemarketing Know-how benötigen, um das Wissen von Google über Stellensuchende zu verwenden, um Stellensuchende oder Personen, die zwar noch kein Stellenportal nutzen aber Wechselbereit sind, gezielt anzuziehen.

Zudem werden Jobvermittler weiterhin Mehrwerten bieten, um spezielle Anforderungen zu erfüllen, die Google nicht bieten kann. Hinzu kommen die bestehenden Netzwerke der Jobvermittlungen: Sie helfen den Dienstleistern dabei, Unternehmen und potentielle Arbeitnehmer zusammenzubringen.

Auf diese Weise können Jobvermittlungen von Googles Jobsuche profitieren, ohne befürchten zu müssen, dass ihnen der Suchmaschinenanbieter den Rang abläuft. Ein Teil der Unternehmen wird aber dank den neuen Möglichkeiten Bewerber vermehrt selber anziehen, ohne auf Jobvermittler zu setzen.

Wie funktioniert die neue Google Jobsuche?

Bei Googles Jobsuche handelt es sich nicht um ein von Google gepflegtes Verzeichnis. Google verfügt also nicht exklusiv über die Stellenanzeigen. Diese stammen von bestehenden Plattformen wie zum Beispiel Monster, Jobs.ch und weiteren.

Google crawlt und indexiert die Stellenangebote in ähnlicher Weise, wie es bei den normalen Suchergebnissen auch geschieht. Dabei wertet Google auch sogenannte strukturierte Daten aus. Hier handelt es sich um Meta-Daten im Quelltext der jeweiligen Seiten, auf denen die Stellenangebote zu finden sind. Aus diesen Meta-Daten kann Google alles herauslesen, was zum Indexieren und zum Anzeigen der Job-Ergebnisse benötigt wird, wie zum Beispiel den Namen des Arbeitgebers und die Bezeichnung der jeweiligen Stelle.

Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage mit Bezug zu Jobs stellt wie zum Beispiel „Jobs Basel“ oder „Jobs Migros“, erscheint eine neue Box, in welcher relevante Stellenanzeigen enthalten sind. Zu sehen sind jeweils der Name der Stelle, das Unternehmen, welches die Stelle ausgeschrieben hat, sowie die Quelle, von welcher das Stellenangebot stammt. Per Klick auf eines der Stellenangebote landet man auf der zugehörigen Detailseite. Dort sind dann zusätzliche Informationen wie zum Beispiel Bewertungen für den jeweiligen Arbeitgeber zu finden.

Zum Eingrenzen und Filtern der Suchergebnisse stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann man zum Beispiel die Entfernung zum Standort anpassen, sich weitere Ortsvorschläge im Umkreis liefern lassen oder die Ergebnisse nach ihrer Aktualität sortieren. Auch die Art der Stelle kann als Kriterium verwendet werden. Man kann sich zum Beispiel nur Vollzeitstellen oder Praktika anzeigen lassen.

Was Arbeitgeber unternehmen können, damit ihre Stellen in der Google Jobsuche auftauchen

Google bezieht die in der Jobsuche angezeigten Stellen von verschiedenen Quellen. Dazu gehören Jobportale wie Jobs.ch und Monster, aber auch die Stellenangebote, welche von den Unternehmen direkt bereitgestellt werden.

Je mehr Websites ein bestimmtes Stellenangebot zeigen, desto grösser ist also die Chance, dass die betreffende Stellenanzeige in Google erscheint. Sorgen wegen Duplicate Content muss man sich dabei wohl kaum machen, weil eine Stellenanzeige ohnehin nur einmal in der Jobsuche von Google erscheinen kann (s. auch Duplicate Content vermeiden).

Weitere Möglichkeiten, ein Stellenagebot für Google zu optimieren sind:

Eine weitere Möglichkeit über die Google-Jobsuche besser gefunden zu werden ist Lohntransparenz. Google bricht mit einem Tabu, denn in den Inseraten kann der Lohn ausgewiesen werden.

Grundsätzlich können alle bewährten SEO-Massnahmen auch für Jobs angewandt werden. Dazu zählen zum Beispiel eine aussagekräftige Ausgestaltung des Seitentitels, der Meta Description sowie der übrigen Inhalte.

Bedeutung für die Jobportale

Für die Anbieter der grossen Jobportale stellt Googles neue Jobsuche Chance und Bedrohung gleichermassen dar. Auf der einen Seite erhalten sie durch die neuen Suchergebnisse eine zusätzliche Präsenz, die es vorher so nicht gab.

Auf der anderen Seite rutschen die Ergebnisse der Jobportale durch Googles eigene Treffer deutlich weiter nach unten. Direkte Klicks dürften für diese Anbieter also zukünftig deutlich seltener erfolgen.

Hinzu kommt eine weitere Bedrohung: Weil Google auch Stellenangebote indexiert, welche direkt von den Arbeitgebern stammen, wird die Bedeutung der Jobportale in Zukunft sehr wahrscheinlich deutlich sinken. Sie werden nicht mehr oder nur noch in bestimmten Fällen benötigt, etwa dann, wenn dort Informationen zu finden sind, die es anderswo nicht gibt. Man denke zum Beispiel an Bewertungen.

Durch das Anbieten von Mehrwert in Form von bestimmten Dienstleistungen können Jobportale gegenüber Google auftrumpfen. Hier ist zum Beispiel an eine Unterstützung beim Formulieren von Stellenanzeigen zu denken.

Einen Eindruck, wie sich Googles Jobsuche auf die Jobportale auswirken kann, erhält man beim Blick in die USA. Dort ist die Jobsuche bereits seit dem Jahr 2017 online. Das hatte drastische Folgen. Griffen dort im Jahr 2017 noch etwa 26 Millionen Menschen monatlich auf das Jobportal Monster zu, waren es im April 2019 nur noch etwa 12 Millionen – ein Rückgang um mehr als 50 Prozent.

Kein Wunder also, dass einige der grossen Jobportale wie Indeed und Stepstone ihre Daten Google nicht zur Verfügung stellen möchten.

Insgesamt sind die Aussichten für die Jobbörsen also eher negativ einzustufen. Hier zeigt sich einmal wieder Googles Marktmacht.

Zentralisierung – eine Chance

Googles Jobsuche wird zu einer Zentralisierung des Stellenmarktes führen. Anstatt wie bisher auf zahlreichen Plattformen suchen zu müssen, können die Nutzer eine Anlaufstelle für ihre Jobsuche verwenden.

Ähnliches gilt auch für die Arbeitgeber. Sie haben durch eine zentralisierte Jobsuche einen besseren Überblick und können an einer Stelle die Leistungsfähigkeit ihrer Angebote überprüfen. Allerdings darf hierbei nicht vergessen werden, dass zumindest aktuell die Bereitstellung von Stellenangeboten auf mehreren Plattformen die Chancen verbessert, in der Google Jobsuche zu erscheinen.

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30.09.2019

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